„because pop is nicer auf deutsch.“


ist politisch alles andere als korrekt was die schwedinnen von tanzmusik da machen, aber ich kann nicht anders als das gut zu finden und auf repeat zu hören. ich hoffe nur, mich hat keiner gesehen als ich heute „…deutschland ist das schönste land…“ mitsingend durch die stadt gegangen bin.

rising sun.

null
minimal ist ja angeblich„definitiv tot“. dennoch will ich euch diesen mix von brodinski nicht vorenthalten. i like it.
tracklist:

1.Rekorder – Rekorder 5.1
2.Minilogue – the Girl from botany bay
3.egoexpress – Fool of the new city
4.lazy fat people – dark water
5.Krikor – Whisky Boy
6.Pan pot – Black Dog
7.Ellen allien – Your body is my body (Troy pierce Remix)
8.Onur Ozer – Superfunk
9.Booka Shade – In White Rooms (Elektrochemie Remix)
10.Audio werner – Shiers
11.Hug – Faceless is more
12.Junior Boys – In the morning (Alex Smoke Remix)
13.Radiohead – You And Whose Army

ohrwurm.

davon:

und das seit dem aufwachen. hab zwar schon einiges dagegen unternommen, aber nichts hat geholfen. i´m desperate…

konzertbericht.

gestern (22.9.06) konzert im theaterkeller. es war voll. gut 200 menschen drängten sich um „subaltern speak“, „kackfeuer“ und „kurhaus“ beim musizieren zuzusehen. subaltern speak fand ich nicht so toll, dafür kackfeuer im anschluss um so besser. mit dabei u.a. leute von mad minority und phillippe, der so 98 mal das „ausm bauch“-fanzine rausbrachte, welches ich damals wegen der verbindung von streetart und punk ziemlich cool fand. kackfeuer waren ziemlich punkrock, die attitude, die ansagen und auch musikalisch. nur teile des publikums mussten sich mal wieder zum affen machen. an vorderster front dabei die pseudopunks von schwarz-rot kollabs, die mich mit ihrem bauernpogo in sechster reihe doch ordentlich zum lachen brachten. oberhonk des abends aber war eine nach theologiestudentin aussehende frau, deren körper wohl gerade ein versuchslaboratorium synthetischer drogen war. ihr unkoordiniertes rumgezappel bekam ich unfreiwilligerweise aus kürzester entfernung mit und viel hätte nicht gefehlt und ihre haare hätten schwammgleich mein getränk aufgesogen.
der spassige teil des abends war damit vorbei. es wurde ernst, sehr ernst, denn jetzt kamen kurhaus an die reihe und auf die bühne. musikalisch wurde vorher mit strike anywhere, refused und propaghandi das namedropping schon ziemlich übertrieben, vor allem da eh jeder in city of boredom die musik kennen dürfte, spielten kurhaus doch nur 4-5mal in den letzten drei jahren in der beschaulichen unistadt. ich würde ja sagen, das kurhaus eine mischung aus klassischem küstenpunk und hardcore göttinger schule darstellen. nicht schlecht das ganze aber umgehauen hat es mich nicht, da bin ich in letzter zeit konzerttechnisch einfach besseres gewohnt. und, kurhaus sind bestimmt alles super nette menschen, aber zuviel politik ist zuviel politik. vor allem wenn das publikum reagiert wie ein mensch mit add auf amphetamin, nämlich paradox. da tanzen das ganze set vor allem frauen vor der bühne, die band macht eine ansage bezüglich der tatsache, dass punk/hc zu 90% männersache ist und was passiert während des folgenden songs? nur noch männer sind vor der bühne am tanzen, sich vermutlich toll antisexistisch fühlend, weil sie ja zu einem lied alles wegboxen welches zu mehr frauenpartizipation auffordert. bin dann vor konzertende gegangen und trotzdem viel zu spät im bett gewesen, da ich noch auf einem the knife-cover von scala & kolacny brothers hängen blieb (via fluokids), welches mir eine nah-kommunismus-erfahrung beschehrte, aber hört selbst:

und ich kann hianta von fluokids nur zustimmen wenn sie zu heartbeat von the knife sagt: „Best song ever, best song to sing to, best song to make a cover of, I guess.“ würde aber ergänzen, dass die lyrics auch zu den besten jemals geschriebenen gehören.

den samstag abend leite ich gerade mit klaxons – atalantis to interzone (crystal castles remix) ein. listen and enjoy:

schade.

die gruppe pop aus hannover hat sich aufgelöst. und auch wenn sie politisch sicher nicht „meine“ gruppe waren, so fand ich ihr konzept doch immer interessant, auch wenn, seien wir ehrlich, es von anfang an zum scheitern bestimmt war. zu aufgesetzt wirkte das poppige manchmal. aber abgesehen davon ob es funktionieren konnte oder schon an den bedingungen scheitern musste: der weg, nämlich raus aus der szene, war der richtige. wer den verein freier menschen schaffen will oder zumindest, wenn der kommunismus schon in fernster zukunft liegt, die idee am leben halten will kann keine rücksicht auf die befindlichkeiten einer autistischen parallelgesellschaft nehmen. wer sich in der szene bewegt muss sich immer wieder absichern, muss aufpassen die platzhirsche nicht zu verprellen. der rückzug in die szene mag angesichts der oftmals höllischen realität verständlich sein, ein teilrückzug zum entspannen vom alltagsterror sogar notwendig, wer allerdings nicht nur eine rebellische jugend verbringen will, sondern es daneben mit marx‘ und adornos imperativ ernst meint, der_die darf den kontakt mit der realität nicht scheuen. oder wie es die pop schreibt:

Hannover steht seit vielen Jahren für eine in sich eingefleischte Szenerie, dessen Alltag gnadenlos Moralisierend ist. Verhaltensstrukturen, Codex- Verordnungen und Konkurrierendes Nebeneinander sind oft einzige Verknüpfungspunkte einzelner linker Gruppen. Die vermeintlich Guten ziehen sich in ihre subkulturellen Pseudofreiräume zurück, verschanzen sich dort und drum herum ist die böse Welt, die in Wirklichkeit gar nicht verändert werden soll. Die eigene individuelle Gewissensberuhigung ist oft Kern des politischen Engagements, anstatt die kritische Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Bedingungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinander zusetzen. Genau diesen Aspekt wollten wir politisch angehen, scheiterten dann doch, wie sich nun heraus stellte. Wir wollten neue Wege gehen, dafür gibt es in der Provinzmetropole aus dem linken Spektrum jedoch meistens nur Ablehnung, die sich moralisierend an Personen festmacht und nicht an einer politischen Kontroverse.

[quelle]

bleibt zu hoffen, die pop macht es wie germanophobia, sich auflösen um dann mit anderen zusammen was größeres, besseres zu starten. good luck!

subwave vs. thrashcore

eine traurige geschichte von verpassten konzerten, die bestimmt alle super waren und immer wieder ein grund sich so richtig zu ärgern. irgendwie noch verzeihlich ist, dass ich rambo 2003 in kassel verpasst habe, kein geld, keine zeit. aber das ich im juni 2002 trotz mitfahrgelegenheit nicht nach bremen zum konzert von tear it up und surf nazis must die in der g18 gefahren bin, nur weil ich zwei stunden praktikum nicht abwenden konnte, ist schon zum kotzen. wird allerdings noch vom ds-13 konzert 2001 hier in scheisskaff getoppt. damals bin ich einfach aus träg- und faulheit nicht hingegangen, obwohl es doch nur ca. 500 m fußweg gewesen wären.

thrash my friday:

„kommt auf den pommes noch was drauf?“


imbissdeutsch für fortgeschrittene. it saved my day. via smp.

vorfreude.

yeah. meine lieblingsband in sachen nicht leicht konsumierbarer musik – erase errata – kommt im oktober auf europatour und u.a. auch nach hamburg (22.10. @ molotow) und berlin (23.10. @ festsaal kreuzberg). jetzt muss ich mich nur noch entscheiden zu welchem der beiden konzerte ich hinfahre.freu.

erase errata – tax dollar:

christian jihad.

via lysis und ascetonym.

wenn antifademo dann vodka

verpeilen alder

die kühlboxbrigaden scheinen sich etabliert zu haben. kann ich nur begrüßen, da man so die pein- und lächerliche ernsthaftigkeit von antifademos, die als restautonomes fragment noch vorhanden ist, ironisch aufbricht, dabei aber reflektierter rüberkommt als die popantifa der 90er. vielleicht interpretiere ich da aber auch nur zuviel hinein. egal. mehr dazu gibt es hier, hier und hier.

ich mag das antifa-aktions-zeichen ja nicht mehr so gut, aber so gefällt es mir dann doch:
verpeil action

keine faulen kompromisse mehr (support this #4)

roadmap. (via)

alle wollen frieden – und darum gibt es krieg

die junge linke mit „thesen zur neuesten runde im nahost-konflikt“. recommended reading.
im kf wird dazu schon diskutiert.
mpunkt kann auf den text nur mit dem üblichen gsp-einheitsbrei antworten, anstatt endlich zu begreifen, dass die undogmatischen staatskritiker_innen von der jungen linken ihm die erkenntnis voraus haben, dass sich nicht alles direkt aus „staat“ und „kapital“ ableiten lässt.