a tribute to kritik und praxis berlin


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not all cops are bastards

in paris haben nazi-fans von paris st. germain nach einem verlorenen spiel im uefa-cup gegen hapoel tel-aviv fans des israelischen clubs, sowie polizisten die jene schützen wollten angegriffen. auf einen zivilpolizisten mit dunklerer hautfarbe hatten es die nazis besonders abgesehen. er tat das einzig richtige, zog seine waffe und knallte einen der nazi-hools ab. leider befindet sich der cop jetzt in polizeigewahrsam. subwave ruft zu solidarität mit dem antifa-cop auf!
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happy birthday to me


vor exakt einem jahr, am 22.11.2005, habe ich hier meine ersten beiträge [diesen und diesen]veröffentlicht. 365 tage später sind es 179 beiträge, zu denen 764 kommentare geschrieben wurden. die durchschnittliche besucher_innen zahl (unique site visitors/statcounter) im zeitraum vom 16. januar 2006 bis zum heutigen tag beträgt 126, mit steigender tendenz. im technorati-blogindex befindet sich mein blog auf platz 13934, bei 215 blogs ist subwave verlinkt. ein erfolgreiches erstes blogjahr also. auch wenn ich fan von zahlen und statistiken bin, möchte ich die werte leser_innenschaft an dieser stelle nicht weiter damit langweilen und präsentiere hier vielmehr eine art best-off/jahres-review.

best-off | jahres-review | #1

„augen auf beim leasingkauf“ – unter diese überschrift stellte ich ein bei lysis und wastedvio gefundenes youtube-video, das eine kunstvolle und nahezu lippen- und gestiksynchrone überlagerung einer hitlerrede (video) mit einem gerhart polt sketch (audio) zeigt. zuerst wurde mein beitrag in einem mac-forum verlinkt, ca. 50 weitere foren und blogs folgten. der video-link wurde, wenn man dem statcounter glauben schenken darf, im internen mailverkehr von fast allen dax-firmen umhergeschickt und landete auf brokerforen aus zürich und london. die besucher_innen zahl stieg von durchschnittlich ~120 auf über 300 mit einem spitzenwert von ungefähr 800 unique visitors anfang oktober. sex sells – hitler sells better.

über spielbergs neuen film `munich´“ schrieb ich am 16. januar und gab darin einen überblick über den internationalen diskurs zu diesem film. mein erster „erfolgreicher“ beitrag. nicht nur, dass ich erstaunlich viele google-referrer deswegen bekam, sondern der beitrag wurde auch in diversen anderen blogs verlinkt.

mein blogtitel wechselte im ersten jahr mehrfach. zunächst war „blogging against reality“ angesagt, in anlehnung an „phase zwei – zeitschrift gegen die realität“, danach war ich, frei nach knochenfabrik, „antideutsch und trotzdem sexy“, was mir etliche sex-related google-referrer einbrachte. es folgte ein kurzauftritt als „pseudointellektuelles möchtegern-feuilleton“, bezugnehmend auf eine titulierung meines blogs als solches in einem indymedia-deppen-kommentar. mit dem schleichenden wandel meines politischen standpunktes war es dann an der zeit von „antideutsch und trotzdem sexy“ abschied zu nehmen. zwar immer noch sexy, aber längst nicht mehr antideutsch im sinne der so bezeichneten linksdeutschen „bewegung“ erfolgte die bis heute gültige umbennenung zu „subwave – exakt neutral“. mein teil-abschied von den antideutschen ist in ansätzen in diesem und diesem artikel erkennbar.

mein persönlicher favorite-post auf diesem blog ist nachwievor der kurz vor ostern geschriebene und publizierte artikel zur mtv-serie „popetown“. unter der überschrift „popetown controversy“ legte ich meine überlegungen zur damaligen debatte um den schutz von religion vor satire dar.

am rande:

  • die erste verlinkung meines blogs gab es bei germanophobia, kurz darauf folgte besserezeiten.
  • einige menschen habe ich vom bloggen überzeugen können, so z.B. heuschreck und adornos asozialer erbe.
  • eine bloggerin suchte zunächst über meine verwaiste shoutbox kontakt zu mir, gab mir konzerttipps und vermutete dann (ganz richtig), dass sich hinter dem als „sexy antifa“ gegoogelten subwave auch ein solcher verbirgt. den fotographischen beweis verweigerte ich und so dauerte es weitere 5 monate, bis wir uns während einer party in einem autonomen zentrum in einer hansestadt näher kamen. heute schreibe ich diesen beitrag von ihrem computer aus …

[fortsetzung folgt]

vorfreude #3

auch wenn ich gerade kein großer fan von live-konzerten bin, auf cansei de ser sexy am dienstag im 103 club in berlin freue ich mich. erwähnte ich ja auch bereits. zusammen mit denen die es satt haben sexy zu sein werden boy from brazil, the roger sisters und sick girls auftreten.
für menschen die sich nicht sicher sind, ob sich die investition von 15 euro für css lohnt, hier noch eine entscheidungshilfe:

wochenend review

das wochenende dauerte diesesmal etwas länger und zwar bis heute. der rauschzustand, in dem ich mich seit freitag mittag befinde hält weiterhin an, was ja nicht das schlechteste ist, wenn es einem gut dabei geht und man eh fast nichts anderes vor hat. aber der reihe nach: freitag wurde der „trivial dance suit„party ein besuch abgestattet. der erste eindruck war ein gemischter, einerseits gute musik und viele nette menschen, andererseits geringe besucher_innen anzahl, eine nicht vorhandene deko und keine cocktails. zumindest letztere gab es dann wohl oben im kabale, wo sich wenige menschen und eher schlechte musik zur „tertulia lounge“ kombinierten. eher unattraktiv und deshalb ging es schnell wieder zur guten musik und den friends in den keller. dort wechselte leider gerade dann die musik von gut tanzbar zu mäßig hörbar, als sich lust aufs tanzen einstellte. egal, denn man konnte sich ja noch anderen formen des sozialen umgangs widmen. dank eines begabten nachwuchs-djs konnte dann aber ab halb vier doch noch getanzt werden, was dann auch bis zur erschöpfung getan wurde.

am samstag stand das sog. t-keller festival auf der agenda. huah!, world/ inferno friendship society und the robocop kraus sollten im kulturlinken kino lumiere auftreten. ausverkauftes haus wurde allerorten vermutet und so wurde der eintritt schon vor 21h bezahlt, was sich angesichts der enttäuschten menschemassen, die um 21h15 vergeblich um einlass begehrten als richtige entscheidung herrausstellen sollte. huah! waren bis auf wenige lieder eher boring und animierten nicht zum verbleib in der eigentlich ganz angenehmen, weil rauchfreien, atmosphäre des kinosaales. obwohl ich von den folgenden w/ifs noch nie etwas gehört hatte, geschweige denn ein konzert gesehen hatte, war meine einstellung ihnen gegenüber doch eher negativ. wer szeneliebling in scheisskaff ist kann doch nur scheisse sein, siehe z.b. against me! (kotz). ich wurde dann eines besseren belehrt. w/ ifs spielten gar nicht die schreckliche musik, mit der sie angekündigt wurden. sie waren gut angezogen, was bands gleich schonmal sympathischer macht und vor allem der sänger verfügte über beachtliche entertainer-qualitäten. dazu kam wein- statt bierkonsum auf der bühne und musik, die zumindest live zu gefallen wusste. da störten die kleinen negativen aspekte dieser band (anarchisten!) das positive gesamtbild nicht mehr groß. danach the robocop kraus. eine meiner absoluten faves was live-acts angeht. mein erstes konzert mit robocop kraus war 2001 oder 2002 mit a.m. thawn in der „fischbüchse“ in der südharz-metropole. ein ganz großes konzert. auch die folgenden konzerte 2003 in kassel und 2005 im hoffnungslos überfüllten und sauerstoff-losen theaterkeller waren sehr gut. an diesem wochenende spielten sie viele ältere lieder von der „tiger“ lp, was schonmal positiv war, auf der anderen seite verspürte ich nicht den bewegungsdrang, den die musik von robocop kraus bei den vorangegangenen konzerten auslöste. trotzdem die beste band des abends und dank der grandiosen coverversion des minor threat hits „filler“ war ich auch restlos begeistert. danach gab es noch mittelmäßige musik im zu vollen und lauten theaterkeller und sehr gute musik im angenehm gefüllten kabale. tanzstimmung wollte sich dennoch (und trotz mate-dopings) nicht einstellen und so ging es schon relativ früh aber trotzdem überglücklich nach hause, wo dann die folgenden zwei tage unglaublich faul verbracht wurden…

edit: fotos vom konzert gibt es demnächst entweder hier, oder ich füge sie bei mir noch ein.

gehts noch?

man fragt sich schon was einstellungskriterien für den posten der_des eu-aussenkommissar_in ist. sicher ist, größtmögliche ignoranz realitäten gegenüber oder die fähigkeit zur übersteigerten heuchelei gehören auf jedenfall dazu. anders ist der satz von benita ferrero-waldner, ihres zeichens aussenkommissarin, zum tragischen kriegsunfall im norden des gaza-streifens nicht erklärbar:

EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sagte in Brüssel: „Israel hat das Recht auf Selbstverteidigung, aber nicht um den Preis des Lebens Unschuldiger.“

(quelle.)

was glaubt frau ferrero-waldner, was krieg ist? lustiges wattebällchen schmeissen und die uno entscheidet wer gewinnt? man mag das sprechen vom „collateral damage“ zynisch nennen, es ist sogar sympathisch dies zu tun. genauso wie es menschlich ist solch einen unfall unerträglich zu finden, geht mir ja auch so. aber es muss klar gesagt werden, dass das „recht israels auf selbstverteidigung“ rein gar nichts wert wäre, wenn israel den zusatz „nicht um den preis des lebens unschuldiger“ zu 100% erfüllen würde. die selbstverteidigung israels ist, wie jede kriegshandlung, mit dem tod unschuldiger verknüpft. statt sich in heuchelei und realitätsverdrehung zu üben sollte die eu-kommission lieber die geziehlte deportation von der polizei als georgier ausgemachter personen in russland anprangern oder das totale abtreibungsverbot in nicaragua kritisieren, wenn sie sich schon zu irgendetwas äußern müssen. noch besser wäre es allerdings sie würden einfach das maul halten oder sie würden in sich gehen und erkennen, dass die abschottung der eu-aussengrenzen jährlich mehr unschuldigen das leben kostet als die selbstverteidigung israels seit 1948.

124 gesichter des grauens

ein festival der gesichts-baracken fand heute gestern in bremen statt. 124 hässlichkeiten kamen zusammen um unter ihresgleichen einmal nicht stigmatisiert und ausgegrenzt zu sein. die antifa bremen hat dieses kuriosenkabinett dankenswerterweise fotographisch festgehalten und auf ihrer homepage dokumentiert. gerüchten zufolge finden die meisten auf den fotos festgehaltenen ein auskommen als zombiedarsteller in low-budget filmen niedersächischer produktion.

edit: immer wieder wird von dahergelaufenen sozialwissenschaftler_innen und ähnlichen „experten“ ein zusammenhang zwischen rechter gesinnung und mangelnder sozialer perspektive aufgestellt. angesichts dieser bilder und dem generell zu beobachtenden signifikanten hässlichkeitsüberhang bei nazis wäre doch eine untersuchung bezüglich des zusammenhangs von unästhetischem äußerem und nazistischer gesinnung angebracht. vielleicht würde ein bischen plastic surgery, der einsatz von special forces bestehend aus friseur_innen, kosmetiker_innen und styleberater_innen für ein schnelles ende jeglicher nazibewegung sorgen. who knows…

happy days.

happy days
wollte ich schon etwas länger posten, aber jetzt passt es: „miam van she“ von miam les fruits. großartiger mix und ab minute 37: wird es richtig schön…
tracklist:

-KIM – Wet n Wild (Midnight Juggernauts Remix)
-Surkin – Radio Fireworks (Riot In Belgium Remix)
-Speedcats – Speedcats (James Talk Edit)
-Daft Punk – Around The World (Nicky Vanshe and Dangerous Dan Remix)
-NYPC – Spooky Moog Mix
-Klaxons – Van She Tech dj tool
-Does It Offend You, Yeah? – Weird Science
-I Am Finn – I Love You (Van She Tech remix)
-Donnie Sloan – Call You Up

(via.)
wer noch nicht genug hat dem sei miam#3 – miam surkin empfohlen. die tracklist dazu ist schonmal vielversprechend.

happy days sind ja schonmal super. es geht aber immer noch besser. perfekt (fast schon kommunismus) wäre es zum beispiel heute nacht mit dieser person in nyc zu sein und gemeinsam die „modular monthly“-party zu besuchen.

modular monthly

bad weather. good music.

adventures close to home
von der tracklist her ein super mix den die people von adventures close to home da zusammengestellt haben. was ich bislang gehört habe weiss zu gefallen. vor allem der headman vs tronik youth ACTH edit von „standing in the way of control“, der tatsächlich noch besser ist als der le tigre-remix.

tracklist:

Kelis vs Kongo Thong (ACTH Edit)
Ali Love – K Hole (SebastiAn Mix)
Epicman & Plan B – More is Enough
Uffie – Hot Chick
Yo Majesty – Club Action
DJ Mehdi – Boggin‘
JME vs The Eraser (ACTH Edit)
Carl Craig – At Les (Russ Gabriel Mix)
Indo – R U Sleeping?
Various Production – What About Them?
MIA – XR2 (ACTH Raveon Remix)
Klanguage – Priceless Things
Diplo vs Ramirez (ACTH Edit)
Klaxons – Magick (Simian Mobile Disco Mix)
Futureheads – Worry About it Later (Switch Mix)
(Lotterboys – Superdope
SebastiAn – Ross Ross Ross
Justin Timberlake – FutureSexLoveSound
Standing in the Way of Control – The Gossip (Headman vs Tronik Youth ACTH Edit)

(found here)