124 gesichter des grauens

ein festival der gesichts-baracken fand heute gestern in bremen statt. 124 hässlichkeiten kamen zusammen um unter ihresgleichen einmal nicht stigmatisiert und ausgegrenzt zu sein. die antifa bremen hat dieses kuriosenkabinett dankenswerterweise fotographisch festgehalten und auf ihrer homepage dokumentiert. gerüchten zufolge finden die meisten auf den fotos festgehaltenen ein auskommen als zombiedarsteller in low-budget filmen niedersächischer produktion.

edit: immer wieder wird von dahergelaufenen sozialwissenschaftler_innen und ähnlichen „experten“ ein zusammenhang zwischen rechter gesinnung und mangelnder sozialer perspektive aufgestellt. angesichts dieser bilder und dem generell zu beobachtenden signifikanten hässlichkeitsüberhang bei nazis wäre doch eine untersuchung bezüglich des zusammenhangs von unästhetischem äußerem und nazistischer gesinnung angebracht. vielleicht würde ein bischen plastic surgery, der einsatz von special forces bestehend aus friseur_innen, kosmetiker_innen und styleberater_innen für ein schnelles ende jeglicher nazibewegung sorgen. who knows…

16 Kommentare


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  1. Diskriminierung von Leuten die den gesellschaftlichen Schönheitsidealen nicht entsprechen (Lookism) sollte von der Linken nicht auch noch reproduziert, sondern kritisiert werden. Auch wenn man sich dabei auf Nazis bezieht.

    Comment von Crash — 5. November 2006 @ 12:23

  2. Ich finde das Häßlichkeits-Bashing auch übel – Verschwörungs-Fefe redet so („Zombies“ etc.) über Neocon-Vordenker.

    Comment von classless — 5. November 2006 @ 14:06

  3. diskriminierung ist die eine sache, aber auch abgesehen davon verbreitest du hier eine recht gewagte these: sind ja schließlich auch nicht alle antifas sexy ;-)

    Comment von kristi — 5. November 2006 @ 14:07

  4. diese speziezistischen schweine haben es nicht anders verdient!

    Comment von fitzcarraldo — 5. November 2006 @ 14:47

  5. aber ärgerlich wäre wenn „der einsatz von special forces bestehend aus friseur_innen, kosmetiker_innen und styleberater_innen“ nicht die erhoffte Wirkung hat. Denn dann kommt dabei nur raus:
    Nazi sein und trotzdem sexy!
    :D

    Comment von phex — 5. November 2006 @ 15:02

  6. stalin sagt, lookism ist ein zweischneidiges schwert, aber eine waffe ist eine waffe. dann erschlagen wir die nazis halt mit zweischneidigen schwertern. ps.: stalin mag keine kritik. echt.

    Comment von stalin — 5. November 2006 @ 16:56

  7. sorry, missverständlich: stalin macht jeden morgen liegestützen und danach zwei minuten kritik und selbstkritik vor dem spiegel. deswegen kann man stalin garnicht kritisieren

    Comment von stalin — 5. November 2006 @ 16:57

  8. Zwar witzig, aber andererseits auch nicht.
    Hässlichkeit ist subjektiv.

    Trotzdem hat Stalin recht.
    Lieber zweischneidig als garkeinen Schneid.

    Comment von apodiktisch — 5. November 2006 @ 18:02

  9. @classless: der erste teil war, wie du dir denken kannst, nicht ernstgemeint. natürlich sind nazis keine zombies, mutanten oder ähnlich entmenschlichtes, sondern ganz normale menschen.
    @kristi: natürlich ist der umkehrschluss nicht zulässig ;) . es sehen ja auch nicht alle nazis scheisse aus. mir ist nur die signifikant erhöhte konzentration an hässlichen menschen unter den demonstrationsteilnehmer_innen aufgefallen. wobei mir an den abgebildeten natürlich um zehnerpotenzen mehr missfällt, dass sie nazis sind, als dass sie zusätzlich auch noch unschön aussehen…
    @phex: als alter revolutionärer antifaschist ist mir natürlich auch klar, dass derart reformistische lösungsansätze scheitern müssen, natürlich muss das problem an der wurzel gepackt werden. hinter dem faschismus steht der lookismus, wer vom lookismus nicht reden will soll vom faschismus schweigen, etc.
    @ stalin: hast natürlich recht.
    @apodiktisch: hässlichkeit ist nur zum teil subjektiv, da ästhetische normen gesellschaftlich vermittelt werden. das ist ja gerade der ansatzpunkt der kritik der „antilookism“-leute.

    Comment von Administrator — 5. November 2006 @ 18:53

  10. Ihr seid doch bloß hässlich, hässlich, hässlich!

    Comment von toasd — 5. November 2006 @ 19:55

  11. es geht wohl kaum darum, hässliche (jajaja natürlich ist das eine gesellschaftliche kategorie – was auch sonst) menschen zu verunglimpfen. es geht darum dem feind zu erniedrigen. wenn diese schweine (um hier mal speziistisch zu beleidigen) noch nicht gemerkt haben, dass sie das allerletzte sind und auch so aussehen, so darf man da getrost nachhelfen. antifa ist sexy – nazis sind dumm, brutal und hässlich!

    Comment von asfd — 6. November 2006 @ 14:35

  12. Natürlich haben alle Kritiker/innen des Beitrages im Grunde recht. Wer sich aber die Bilder angeschaut hat und nicht sofort ähnliche Gedanken hatte wie subwave, hat glaub ich unter seiner/ihrer politischen Korrektniss jede Form von Menschlichkeit verloren.

    Comment von rocko — 6. November 2006 @ 18:08

  13. Zitat von crash:
    Diskriminierung von Leuten die den gesellschaftlichen Schönheitsidealen nicht entsprechen (Lookism) sollte von der Linken nicht auch noch reproduziert, sondern kritisiert werden. Auch wenn man sich dabei auf Nazis bezieht.
    ======
    Die Reproduktion der Hässlichkeit kommt in erster Linie von den Nazis selbst durch die Wahl ihrer Gesinnung, und damit verbundenen Wahl ihres Outfits, dem Unterstreichen der Hässlichkeit durch Kahlrasur.
    Alles in allem. Die meisten von denen sind nunmal richtig hässlich . so what. Gebe rocko in dem Punkt völlig Recht.

    Comment von sven — 7. November 2006 @ 13:48

  14. schön is das nicht

    Comment von wildeshalensee — 8. November 2006 @ 15:21

  15. […] Telepolis zählt 75 Gründe auf, weshalb man schleunigst aus Deutschland auswandern sollte Der 62te Grund ist : “Weil Neonazismus und Rechtpopulismus in Deutschland wie in ganz Europa zunehmen, und nichts dafür spricht, dass sich diese Tendenz in Zukunft ändert”, dicht gefolgt vom 63ten Grund: “Weil es hier keine Perspektive gibt.” Diese beiden Punkte hängen zusammen, wenngleich sich das Ursache-Wirkungs Verhältnis von Person zu Person unterscheiden sollte. Für mich gibt es keine Perspektive weil der Rechtsradikalismus zunimmt, während sich diese Kausalbeziehung bei einigen Idioten (via: subwave) genau andersherum darstellen sollte. Die Friedrich Ebert Stiftung veröffentlichte eine Studie, deren wichtigsten Ergebnisse man bei jules zusammengefasst nachlesen kann. Ein Ergebnis: “ 39,1 Prozent finden, dass die Bundesrepublik „durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet“ sei. Wissen die Leute, dass sie mich durch solche Aussagen zum Auswandern zwingen? Wissen diese Leute, dass, wenn ich auswandere, der prozentuale Anteil der Ausländer in Deutschland weiter steigt? Nicht signifikant, aber er steigt. Dass es hier vor Alt- und Jungnazis nur so wimmelt, sollte niemanden wirklich überraschen,insofern interessiert mich vielmehr, wohin man noch guten Gewissens auswandern könnte. Skandinavien liegt weit vorn, dann fallen mir noch ein: Neuseeland und mit Abstrichen die Schweiz. Jemand Ideen? […]

    Pingback von Der 62te Grund // Entgrenzung — 9. November 2006 @ 11:27

  16. naja, ich denke schon, dass sich look nicht einer kritik entzieht. er ist ausdrucksmittel. andernfalls koennten wir jegliche aesthetikktitik aufgeben.

    Comment von vera — 9. November 2006 @ 15:39

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