sesselpupsen #2

die financial times deutschland konnte mir mit ihrer wm-analogie und der titulierung des anti-g8 protestes als fanmeile schon ein schmunzeln abringen. und wie die fanmeilen und public viewing areas während der wm, so sind auch auch die events der g8-gegner ein eher zu meidener ort. und sei es nur wegen der durchweg schlechten musik der im kulturprogramm auftretenden künstler, dem durchwachsenen wetter, der langeweile von latschdemos, der großen anzahl von ordnungshütern, die atmosphäre vergiften oder weil man einfach besseres zu tun hat.

seit ende april hat sich noch einiges getan. der sicherheitsstaat hat die sicherheitsgesellschaft wieder überholt und nutzt die gipfelproteste seinerseits zum ausloten der grenzen des möglichen hinsichtlich überwachung und kontrolle. die „hedonistische internationale“ wurde endlich treffend kritisiert (via.), café morgenland und fluchschrift äußerten sich über den deutschen mob aus g8-gegnern und anti-g8-gegnern(via.). auch das [a:ka], seit genua fundierte kritikerin der anti-globals, ruft zur nicht-teilnahme am gipfelsturm auf und richtet sich dabei vor allem an das durchs „…ums ganze„-bündnis reprästentierte spektrum der „reflektierten“ heiligendamm-pilger. alles sehr lesenswert.

3 Kommentare


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  1. Das AKA-Teil ließt sich wie ein Brief an umsganze doch endlich mit der Praxis aufzuhören.

    Comment von Rancho — 1. Juni 2007 @ 19:43

  2. […] p.s.: kritische linksammlung anti-anti-g8 bei subwave. antiimp, g8, heiligendamm, manipulation, media, pop, propaganda, venezuela […]

    Pingback von dissidenz.olifani.de » die revolution wird doch im fernsehen übertragen — 2. Juni 2007 @ 14:25

  3. @rancho: der text ist vielmehr eine Kritik der falschen Praxis, nicht der Praxis als solcher. Vielleicht nochmal lesen, manche Details erschließen sich erst bei mehrfacher Lektüre.

    Comment von streifenstyle — 2. Juni 2007 @ 23:16

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