no blogs for idiots.

natürlich, lehrer zu sein ist keine emanzipatorische tätigkeit. man richtet den nachwuchs auf die kapitalistische gesellschaft zu, sorgt dafür, dass sie funktionieren. aber welche lohnarbeit ist schon emanzipatorisch. wenn es den eigenen fähigkeiten am ehesten entspricht lehrer zu sein, dann soll man diesen beruf erlernen und ausüben. man ist nunmal gezwungen seine arbeitskraft zu verkaufen, wenn man nicht nur überleben, sondern auch leben möchte. und vielleicht macht ein linker lehrer ja einen kleinen unterschied, setzt in den schüler_innen ein kritisches potential frei. wie auch ein linker richter z.b. einen kleinen unterschied machen kann. wendy hat das nicht kapiert, wie er_sie, wenn man sich den blog mal durchliest, auch sonst eher wenig rafft.

10 Kommentare


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  1. Ja, alles „idiots“ um einen herum.

    Comment von narodnik — 20. Oktober 2007 @ 23:52

  2. Zuallererst: Ein linker Lehrer macht keinen Unterschied! Vielleicht kriegt so ein sabbelnder Möchtegern-68er zwei, drei Kiddies auf die Straße „gegen Nazis“, aber ansonsten tut er doch alles, damit sich bei diesen Kinder oder jungen Erwachsenen kein kritisches Potential bildet. In meiner Schulzeit ist mir übrigens der 68er-Lehrer nirgends mehr begegnet. Muss wohl ausgestorben sein. Das dir sowas bekackt-reformistisches rausrutscht… Peinlich.

    Es gibt halt Lohnarbeit, die mensch machen muss und Arbeit, die zum Erhalt und der Festigung der jetzigen gesellschaftlichen Verhältnisse da ist. Der Vergleich mit dem Bullen ist ja nicht ohne Grund gemacht worden. Der Lehrer ist meiner Meinung nach der gefährlichere Staatsbedienstete. Wenn jemand das Potential zum Pädagogen hat, kann er außerdem immer noch anderes machen als Lehrer.

    Comment von Wendy — 21. Oktober 2007 @ 14:44

  3. Achso, was ich vergas: Meinetwegen soll er Lehrer sein, aber dann soll sich doch die linke Bewegung doch bitte nicht für ihn einsetzen und Ressourcen dafür verschwenden, irgendwelche linksliberalen Jobs „mit der festen Aussicht auf die Verbeamtung“ zu beschaffen.

    Comment von Wendy — 21. Oktober 2007 @ 14:51

  4. wendy, ich finde lehrer auch nicht unbedingt besser als bullen. was mich an bullen in meinem umfeld stören würde ist vielmehr ihr automatisches immer im dienst sein und dass sie als vollstreckungsbeamte den staat nicht nur abstrakt absichern wie lehrer und andere beamte, sondern auch ganz konkret mit waffengewalt wenn es dem staat notwendig erscheint. und: welcher job ist denn nicht zur festigung der gesellschaftlichen verhältnisse da? JEDER job erfüllt eine funktion, die – ob gewollt oder ungewollt – dazu beiträgt, dass das falsche ganze sich selbst erhält.
    wenn der staat menschen berufsverbote auferlegt, weil diese sich linksradikaler politik widmen, dann muss eine linke solidaritätsorganisation wie die rote hilfe sich dafür einsetzen. ist mir wichtiger als das geld für deppen rauszuhauen, die auf demonstrationen ihre impulsivität nicht unter kontrolle haben und für ihr pubertierendes verhalten von den bullen rangenommen werden. abermutlich hast du dich noch nie mit der realität des lohnarbeitszwanges auseinandergesetzt, da ist es ein leichtes über michael csaszkóczy zu urteilen.

    Comment von Administrator — 21. Oktober 2007 @ 15:34

  5. „Zuallererst: Ein linker Lehrer macht keinen Unterschied! Vielleicht kriegt so ein sabbelnder Möchtegern-68er zwei, drei Kiddies auf die Straße “gegen Nazis”, aber ansonsten tut er doch alles, damit sich bei diesen Kinder oder jungen Erwachsenen kein kritisches Potential bildet.“

    Ich könnte dir aus dem Stehgreif mehr als ein dutzend Personen aufzählen auf die das Gegenteil zutrifft. Hinzu kommt noch das günstige Klima, das linken SchülerInnen das Leben um einiges einfacher macht.

    „In meiner Schulzeit ist mir übrigens der 68er-Lehrer nirgends mehr begegnet. Muss wohl ausgestorben sein. Das dir sowas bekackt-reformistisches rausrutscht… Peinlich.“

    Das ist mal eine zwingende Argumentation: „Ich finde= So ist es.“
    Was du betreibt ist nur eine pseudo-radikale Kritiksimulation oder einfacher gesagt Halbwissen.
    Die Existenz linker LeherInnen ficht den Kapitalismus nicht an, richtig. Daraus zu schließen, dass es für radikale Linke (hier SchülerInnen) egal ist, wie die LehrerInnen drauf sind ist bullshit. Mit der gleichen Argumentation kannst du auch gewerkschaftliches Bemühen um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen als reformistisch und den Kapitalismus reproduzierend abtun.
    Aus einem solchen Statement spricht vor allem eins: die Gleichgültigkeit gegenüber dem konkreten, alltäglichen Geschehen und ein instrumentelles Verhältnis zu den handelnden Individuen. Diese interessieren dich– ganz im Stile des leninistischen Parteistrategen– nur, wenn ihre Handlungen auf eine Abschaffung des Kapitalismus hinauslaufen oder du ihnen das einimpfen kannst. Alles darunter ist für dich nur „bekackter Reformismus“. Es ist zwar falsch, wie subwave das tut, einen Arbeitsethos zu beschwören („Geh doch arbeiten“), aber es trifft den Realitätsbezug deiner Ausführungen ganz gut.
    Vor 30 Jahren wärst du vermutlich beim KBW oder sonst einer K-Gruppe, die dauernd davon redet das Proletariat zu organisieren, ohne einen nennenswerten realen Bezug zum auserwählten revolutionären Subjekt zu haben.

    Comment von double f — 23. Oktober 2007 @ 19:40

  6. ähm, double f, wo beschwöre ich denn einen arbeitsethos? kann ich nirgends erkennen, aber vielleicht kannst du mir das ja schlüssig darlegen, damit ich es so formulieren kann, dass kein falscher eindruck entsteht. ansonsten, frei nach der aapd: arbeit ist scheisse!

    Comment von Administrator — 23. Oktober 2007 @ 19:46

  7. Das war nur ein kleiner, spitzer Seitenhieb auf deine Spekulationen darüber, inwieweit sich Wendy schon mal mit dem Zwang zur Lohnarbeit auseinandergesetzt hat. Die klingen schon ein bisschen so, als wenn nur wer schon mal Lohnarbeit geleistet hat diese richtig erfassen und kritisieren könnte.

    Comment von double f — 24. Oktober 2007 @ 19:24

  8. nee, umgekehrt doch grade: nur wer sich mit dem ganzen schon auseinandergesetzt hat, kann lohnarbeit richtig erfassen/kritisieren. dazu muss man natürlich nicht schon mal lohnarbeit geleistet zu haben, dazu reicht es vollkommen mit menschen zu kommunizieren, die dem zwang ausgesetzt sind…

    Comment von Administrator — 24. Oktober 2007 @ 19:50

  9. Ist mir schon klar wie du es gemeint hast. Allerdings klingt deine Formulierung schon ein bisschen danach oder ist etwas missverständlich:
    „abermutlich hast du dich noch nie mit der realität des lohnarbeitszwanges auseinandergesetzt“
    Sich mit der Realität des Lohnarbeitszwangs auseinanderzusetzen heißt doch nichts anderes als arbeiten zu gehen.

    Comment von double f — 25. Oktober 2007 @ 21:39

  10. oder eben alg2 zu beantragen…

    Comment von Administrator — 25. Oktober 2007 @ 23:15

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