dates1107

november-prozac
dieses wochenende geht es nach über zwei monaten mal wieder ins dorf. leider eine woche zu früh, sonst hätte ich zwei sicherlich interessante veranstaltungen und im anschluss noch die sicher wieder großartig werdende party der redical [m] im krawalltempel besuchen können. muss ich mich halt mit saalschutz zufrieden geben, die am 17.11.2007 zu einem frühkonzert im hafenklang aufspielen werden.

redical-party

am freitag den 23.11.2007 ist dann im ü&g der stand des hypes zu besichtigen und beobachten. es gibt digitalism live und im anschluss ein dj-set von peaches, die ja vor sieben jahren das war, was digitalism heute sind: irgendwie-electro mit großer schnittstelle zur intro-indie jugend. das mag man ärgerlich finden und wirkt sich negativ auf die eintrittspreise aus (zumindest aus sicht des spectators), aber es macht die musik noch lange nicht schlechter, dass sie in maßen massenkompatibel scheint. mich würden an diesem abend aber vor allem auch punks jump up interessieren, die mir durch hervorragende remixe von u.a. robyn, yelle oder lo-fi fnk aufgefallen sind (check discobelle).

surplus

einen tag später am 24.11.2007 dann die qual der wahl. das sympathische electro-label goldrand feiert ganz groß in der roten flora (option a). und diesmal nicht mit den zwar sehr guten aber halt auch üblichen verdächtigen (gladbeck city bombing, rocky beach, billy rubin, brigitte rücklicht) sondern mit jeder menge neuen, coolen und (noch) unbekannten acts. live gibts „nora düster“ (goldrand/ zürich), „schieres“ (goldrand/ HH)“ und den von audiolith entliehenen „tante renate“, an plattentellern und notebooks werden sich u.a. iaac, lime, fine und antiartich versuchen. zeitgleich findet im herzen altonas im hafenklang das surplus-fest (option b) statt. über surplus weiß das hafenklang zu berichten:

Unter dem Namen SURPLUS haben sich eine Reihe von Bands zusammengefunden, die jenseits des Mainstreams und abseits kommerzieller Zusammenhänge als Booking- und Konzertkollektiv arbeiten. SURPLUS konstruiert einen realen Zusammenhang von MusikerInnen und Bands zwischen ambivalenter Selbstausbeutung und zweckunbestimmten Freundschaften, der ins Virtuelle vergrößert werden soll. Ein freundschaftlich-ambitioniertes Netz wird gesponnen, dessen Tragfähigkeit von den jeweils Interessierten gehäkelt und verfestigt wird.
Was soll SURPLUS?
In erster Linie handelt es sich um eine Internetseite. (SUR-PLUS.ORG)
Vordergründig erscheint ein virtueller Raum, eine Datenbank, ein Netzwerk von Selbstdarstellungen und selbstbewussten Platzhaltern. Einzelne Profile schmiegen sich an mp3’s, streiten mit Tourdaten und preisen Produkte.
Hintergründig stehen MusikerInnen aller couleur, die sich in einem webspace tummeln, sich verlinken, sich aufplustern und als Blase platzen oder eine Assoziation Musik- und Kunstproduzierender sind, die im Namen einer gemeinsamen Struktur und in einem gemeinsamen Kontext auftreten, dem Label von SURPLUS.
Abgesehen von der Präsentation eines virtuellen Raums, in dem konkrete Texte, Bilder und akustische Signale zu bewundern und zu belauschen sind, experimentiert SURPLUS mit einer Form der Arbeitsvereinfachung Mittels einer gemeinsamen Datenbank wird in einer Testphase die Möglichkeit eines kollektiven Bookings und Vertriebs herausgekitzelt und auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft. Booking und Vertrieb erschöpfen sich nicht mehr nur in individueller Machbarkeit der MusikerInnen, sie können auf eine größere Struktur zurückgreifen, agieren unter dem Namen von SURPLUS.

beim konzert-abend mit anschliessender party am 24.11.07 wird sur-plus die testphase feierlich einladen. mit dabei die protagonist_innen von surplus: die charts, tschilp, karl-heinz und airpeople. die charts beschreiben sich selbst als „post-kaufhaus-zu zweit-unterhaltung mit piano, orgel, beats und gesang“, für die, die ohne namedropping nicht können, werfe ich einfach mal „schneller autos organisation“ in den raum.


die charts – letztes krisengebiet

karl-heinz „ist ein polyphoner Proll der sich von der Couch erhoben hat. Er ist laut und unnachgiebig, immer noch Punk und derzeit der Verführungskraft von Pop- und Tanzmusik erlegen. Wer meint Punkrock klänge immer gleich, sei leicht vorhersagbar und sähe scheiße aus, liegt falsch, denn Karl Heinz beweist das Gegenteil. Wer zuhört bekommt Texte zwischen Verfolgungswahn und Welterklärung für Feminismus und gegen Langeweile. Karl Heinz will euch tanzen sehen!“ und karl-heinz durfte schon live in göttingen und hamburg beigewohnt und jeweils für gut befunden werden.


karl-heinz – alles in ordnung

gleiches gilt für tschilp, die aber ganz anders klingen. sehr schöne musik, hamburger post-hardcore schule labele ich das einfach mal, fuo z.b. nicht unähnlich, nur halt ohne xylophon. ich freu mich schon auf die platte, die gerade aufgenommen wird und auf das konzert selbstverständlich auch.


tschilp – gelb mit rosa punkten

neben tschilp meiner ansicht nach die interessanteste band an diesem abend sind fuck U is my name aus der moselmetropole trier. ich konnte sie schon einmal live bewundern, 2006 beim trainspotting festival in schweinfurth, wo sie nach mahatma hitler (ebenfalls trier) spielten. damals haben sie mich live so überzeugt, dass ich im anschluss nicht anders konnte, als ihre cd zu kaufen. chaotischer (post)-hardcore irgendwo zwischen robocop kraus, eniac und blood brothers (meudiademorte nennt noch les savy fav, von der hand zu weisen ist es nicht).


fuck U is my name – never change a winning horse.

was tun? wohin gehen? option a) oder b), oder auf gutes wetter hoffen und zwischen den venues pendeln? vernünftig erscheint mir momentan zunächst ins hafenklang zu gehen und danach zu späterer stunde die flora aufzusuchen, liegt ja eh auf dem heimweg… perfekt wäre dafür natürlich das super kombi-ticket für beide events, den gemeinsamen flyer gibt es ja schon.

remark: das erste foto ist von tal bright aus tel-aviv. neben diesem bild noch hunderte von fantastischen fotos. recommended viewing.

1 Kommentar


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  1. […] cool. ein von mir erfundenes musik-genre hat es bis in eine konzertankündigung vom hafenklang geschafft! ich würde kommen, hätte ich zeit. lookhere! […]

    Pingback von p….enlargementisnotamyth | spam — 10. November 2007 @ 15:50

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