das pony und die türsteher.

göttingen-content: gestern nacht war ein soziales event wie es im kaff nur ein/zweimal im jahr stattfindet: party des, so dachte ich immer, kritischen und poplinken stadtmagazins pony. venue war das junge theater und aufgemacht war die party so wie sich menschen in der provinz tanzveranstaltungen in metropolen halt vorstellen. da gab es zwei ebenen, djs die sogar richtig gut auflegten und, man höre und staune, ein vj-team. für göttingen ein erstaunliches niveau also und es war um kurz nach vier uhr morgens noch gut gefüllt. nun dachten die macher_innen der party: party wie in der metropole? da brauchen wir richtig krasse türsteher. vor allem folgende einstellungskriterien wurden wohl angelegt: dumm wie brot aber muskeln für drei. in st.pauli wären solche ihren job nach wenigen stunden wieder los gewesen, wenn sie ihre inkompetenz nicht gar ins krankenhaus befördert hätte. zur illustration ihres vorgehens sei ein kommentar bei mog zitiert:

Party war ganz gut, aber dass solch unprofessionelle Türsteherbollos, wie gestern einige erleben durften, engagiert wurden, versaute gestern vielen Leuten die Feierei. „Fliegst raus“ und außerdem „bist du hässlich“ lässt die Frage offen, ob bei diesem Job nicht einmal mehr Grundschulabschluss vorhanden sein muss. Jemanden, weil er dass Rauchverbot beim Rausgehen zum Rauchen nicht ganz eingehalten hat, anzugehen und Hausverbot zu erteilen, 3 Frauen eine Treppe runterzuschubsen oder zu drücken (je nach Sichtweise) und mit vier Leuten einen Betrunkenen „rauszugeleiten“, ist wirklich ganz großes Tennis. Beim Ende der Party wurde so ca. 15 Leuten Hausverbot erteilt, obwohl die Veranstaltung schon beendet war. Zusammengefasst lässt sich feststellen, solche Türsteher gehören nicht an die Türen vor Partys und Diskotheken, sondern in eine Freefight arena oder in den Boxring. Da sind sie vermutlich unterhaltsamer.

ganz klar: der job von türstehern ist, den partyverlauf so zu gestalten, dass die partyveranstalter ohne juristische folgen aus der party gehen und auch die gewährung der sicherheit der partygäste. dazu gehört das beharren auf einhaltung von gesetzen und verordnungen (no drugs, no smoking) und das kontrollieren der gäste auf waffen. außerdem, zwecks profit-sicherung, das verhindern des mitbringens von fremdalkohol und des einschleichens ohne zu bezahlen. das alles mag man schlecht oder gut finden, aber so geht nunmal ihr job. nur gab es gestern keinerlei aggression der gäste, die verstöße gegen gesetze (rauchverbot) waren minimal und wären intelligenter zu lösen gewesen. nur braucht es dazu auch intelligente türsteher und keine vollidioten, die auf das anzünden einer zigarette reagieren wie richtige türsteher auf das ziehen eines messers. schade liebes pony, was ihr gestern geboten habt war keine tolle feier mit anspruch sondern, wegen den türstehern, unterstes dorfdisco-niveau (no pun intended, mr. dorfdisco). vielleicht für die nächste party mal nach anderen türstehern ausschau halten, oder wenn das nicht geht eine andere location wählen als gerade das jt, welches ja, zumindest im jt-keller, für derartige aggro-türsteher bekannt ist.

5 Kommentare


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  1. Wen interessiert denn schon die Provinz? Jetzt wird mir aber einiges klarer…

    Comment von Koaher — 10. November 2007 @ 22:49

  2. „3 Frauen eine Treppe runterzuschubsen“

    Nein, wie schlimm! Das ist jetzt aber wirklich nicht Gentleman-Like…

    Comment von Mensch_ — 11. November 2007 @ 15:54

  3. die umgänglichsten türsteher, denen ich je begegnet bin, arbeiteten bei einem konzert im übel und gefährlich. man sagte mir, die seien von der antifa.
    ansonsten: doof, dass es türsteher geben muss. mackeriges verhalten gehört da ja quasi schon zum berufsbild

    Comment von Rakete — 12. November 2007 @ 02:14

  4. was mich nochmal interessieren würde, wo du schon das pony als poplinks und kritisch bezeichnest (was ich nicht in abrede stellen will): was hältst du vom diggla?

    Comment von Rakete — 19. November 2007 @ 23:38

  5. ich hab diggla schon ca. 1 jahr nicht mehr gelesen, aber in meinen augen war es immer etwas „sozialdemokratischer“ und uncooler als das pony. mehr am rummoralisieren und nicht so ganz meinen musikgeschmack treffend. aber trotzdem ein top-stadtmagazin. (pony verhält sich zu diggla, wie sich aundk im oktober 2005 zur redicalm verhalten hat ;) )

    Comment von Administrator — 19. November 2007 @ 23:51

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