dates 1207 – politics.

zwei interessante veranstaltungen noch vor weihnachten. am mittwoch, 12.12.2007 um 19h00, geht es im hörsaal f im philturm der universität hamburg um die frage „welchen ismen gehört st. georg“. veranstaltet wird das ganze von der ag queer studies. in der einladung zu der veranstaltung heißt es:

Ausgangspunkt ist eine Debatte zum viel besungenen “Kulturkampf”, für dessen Schauplatz dieses Mal der Hamburger Stadtteil St. Georg auserkoren wurde und in dem DER Islam und DIE Schwulen gegeneinander antreten sollen.

Anstelle einer Diskussionsrunde über potenzielle Lösungswege für ein “Stadtteilproblem” wird eine kritische Perspektive eingenommen, in der die Hamburger Diskussion in den Kontext der Islam- und Integrationsdebatte der letzten Jahre eingeordnet wird. Von unterschiedlichen Standpunkten aus wird diskutiert, wie Islamophobie und Homophobie verstrickt sein können und welche Interventionsmöglichkeiten es in solche Debatten gibt, die stark von Stereotypen über “die Anderen” geprägt sind.

eine wichtige veranstaltung, die schon längst nötig war und die, wie ich finde, das thema genau von der richtigen seite her beleuchtet. vor allem weil interventionsmöglichkeiten wider den rassistischen diskurs dringend benötigt werden. und leider gab es nicht nur, wie lysis schreibt, „eine Reihe mehr oder weniger rassistischer Artikel und Leser_Innenbriefe im Hamburger Homo-Magazin ‚Hinnerk‘ “, sondern darüber hinaus ebensolche ausfälle bis ins linksalternative milieu der hansestadt hinein. u.a. artikel in der taz nord, die zwar vorgaben differenzieren zu wollen, aber letztlich doch im kulturalistischen dreck verfangen blieben. getoppt nur durch ausfälle des „linksradikalen“ rassisten „riotqueer“ bei indymedia.

diskutieren werden:

* Angelika Hassani, Mitgründerin von Queer-Muslime Hamburg e.V.
* Georg Klauda, Dipl. Soziologe und freier Autor, Berlin
* Jennifer Petzen, Doktorandin an der University of Washington, Seattle

bini

am donnerstag den 20.12. um 19h00 stellt bini adamczak im hörsaal m der universität hamburg (edmund-siemers-allee 1) ihr neues buch “gestern morgen – über die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft” vor. aus dem ankündigungstext:

Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die Überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Verpsrechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: „gestern morgen“. „Kommunismus für Kommunistinnen

(via phex)