weisheiten.

niemals, niemals zulassen, dass ein reggae hörender mensch euer mitbewohner_in wird. wirklich niemals. am wochenende auf einer wg-party war das resultat solch unvorsichtiger mitbewohner_innen-wahl zu betrachten und – leider, leider – zu hören. zum einen hat so ein_e reggae-mitbewohner_in freund_innen mit ähnlichen vorlieben musikalischer und ästhetischer art. also: die ganze wg voller wursthaariger menschen. noch schlimmer als solche beleidigung für die augen und die vielleicht etwas zu paranoide angst vor flöhen und kopfläusen war aber das penetrante an die turntables drängen der hippies. lief gerade guter techno und machte sich tanzstimmung breit musste natürlich ein wursthaarfreak übernehmen und musik spielen, die nur nach mindestens drei köpfen bong noch zum tanzen anregt. am schlimmsten aber, dass sich noch auf den schlechten musikgeschmack was eingebildet wird und sich eingemischt wird beim aufregen über den musikgeschmack. deshalb noch einmal ganz klar und deutlich: es liegt nicht am dj, dass reggae scheisse ist, das ist IMMER scheisse, egal wie gut der dj auflegen kann.

reggae ist sogar so schlimm, dass schön- und tanzbar-trinken nicht hilft. um so mehr muss davor gewarnt werden aus purer verzweiflung, wenn bier, vodka oder ähnliches gerade aus sind, auf weißwein oder prosecco umzusteigen. man kann clubmate trinken, oder cola, meinetwegen wasser, im notfall sogar bionade. aber auf keinen fall die aus vergorenen grünen trauben gewonnene süß-saure plörre, egal ob mit oder ohne kohlensäure. ich war unvorsichtig, gegen meinen sonntag vormittag war die reggae-beschallung auf der party geradezu paradiesisch.

ps: die party war ansonsten aber trotzdem, dank vieler anwesender sympath_innen, sehr gut.

widerstandsherd gaza.

gaza-streifen abgeriegelt, west-bank (fast komplett) vom sicherheits-zaun umfasst – ein jahr lang 0 (NULL!) selbstmordattentate in israel. die hamas macht die tür auf (u.a. bejubelt von den größten idioten des blogsport-planeten – wendy und narodnik), ägypten schaut zu und anstatt des von mir erhofften reversen exodus der palästinenser (40 jahre durch sinai irren, goldene kälber, usw.) kam das wohl unvermeidbare: palästinensische terroristen machen sich mit bomben im gepäck directamente auf nach israel – nicht zum shoppen in schicken malls – sondern um sich vor eben jenen in die luft zu jagen. dank police commander kobi mor wurde einer der terroristen zu seinen jungfrauen geschickt, bevor er größeren schaden anrichten konnte. sein kollege (beide übrigens von der von deutschlinken als emanzipatorische kraft abgefeierten pflp geschickt [hxxp://www.pflp.ps/english/?q=node/792]) war leider erfolgreicher. nach dem anschlag die üblichen rituale: abbas&co distanzieren sich halbherzig, nicht ohne israel die ursächliche schuld zuzuweisen, hamas, islamischer jihad und die bevölkerung von gaza jubeln und es gibt candy zur feier des tages, nicht zu vergessen die verwandten der terroristen, stolz wie oskar über die „märtyrer“ in der family. bleibt zunächst nur die hoffnung, dass die noch mindests zwei im negev vermuteten terroristen entschärft werden können, bevor sie andere menschen mit in den tod reissen.

spätestens jetzt ist gaza auch das problem ägyptens. die wissen zwar ansonsten schon wie man mit islamistischen terroristen umgeht (einsperren und/oder kopf ab), mit der hamas und somit der in ägypten immer noch virulenten muslim bruderschaft will man sich dann doch nicht zu sehr anlegen. so wird jetzt mubarak gaza mit strom, öl und lebensmitteln versorgen müssen, will er nicht pali-bomber mitten in cairo riskieren. israel bleibt nicht viel mehr übrig, als den nächsten sicherheitszaun zu bauen. gewinne nur für die hamas und andere islamisten. alle anderen inc. der bevölkerung von gaza und west-bank können nur verlieren.