extremismus-begriff geht gar nicht.

nicht nur im osten stehen vollpfosten, die sich selbst als extremismusforscher bezeichnen hoch im kurs. nicht erst wenn diese – was sie immer tun – nationalsozialismus/faschismus und „kommunismus“ in einen topf werfen und vergleichend untersuchen gehen diese mit hohem reaktionär- und nervpotenzial einher. den konservativen politikwissenschaftlern geht es bei der etablierung ihres extremismus begriffes um die diskreditierung des antifaschismus und um die wiederherstellung rechter diskursmacht (diese wird ihrer meinung nach durch das positiv erscheinen von antifaschismus verhindert). nicht verwundert dabei die latent antisemitische einstellung sowie die ideologische nähe zu neuen rechten. in italien hatte diese strategie schon erfolg.

in leipzig hat sich jetzt eine „initiative gegen jeden extremismusbegriff“ (inex) gegründet die derartige rechte umtriebe bekämpfen möchte. die inex braucht unterstützung. wie/warum/weshalb ist auf ihrem blog in erfahrung zu bringen.

böses hamburg I

die wohnung eines redakteurs des freien senderkombinats (fsk) wird aufgrund haarsträubenender konstrukte durchsucht. obwohl die vorwürfe nicht im entferntesten die arbeit von fsk tangieren werden die auf den beschlagnahmten pcs befindlichen daten des fsk-magazins „transmitter“ von den ermittelnden behörden nicht herausgegeben – bis heute – trotz vielfältigster hinweise auf die strafrechtliche irrelevanz der daten und die wichtigkeit dieser für die produktion des transmitters. da scheinen in hamburgs innen- und justizbehörde so einige sehr gepisst zu sein ob der berichterstattung von fsk und versuchen so rache zu nehmen. (via | taz artikel)

gegen den anti-islam kongress!

aus dem aufruf des antifa ak köln:

Für das Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 lädt die extrem rechte Bürgerbewegung pro Köln die europäische Rechte zu einem »Anti-Islam-Kongress« nach Köln ein. Die angekündigten TeilnehmerInnen des Kongresses gleichen einem Line-up des Grauens: So sollen angeblich mehrere »Patriotische Gäste« aus der BRD, wie Harald Neubauer (Herausgeber von Nation & Europa) oder der Bundestagsabgeordnete Henryk Nitzsche (ehem. CDU) sowie aus den europäischen Ländern: die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), der belgische Vlaams Belang, der Front National (FN) aus Frankreich, Alsace d’abord (Das Elsass zuerst), Die Freiheitlichen aus Südtirol, die British National Party (BNP) aus England, die Lega Nord aus Italien sowie extreme Rechte aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn usw. ihr Stell-dich-ein geben.[…]

armes köln, als wäre eine bescheuerte konferenz nicht genug gewesen. an der „kritischen islamkonferenz“ und ihren referent_innen konnte noch kritik geübt werden konnte, da nicht alle dort referierenden solche ********s wie z.B. thomas maul waren, sondern durchaus der vernunft nicht verschlossene menschen. das treffen im september ist dagegen das treffen der potenzierten idioten völkischen freaks. während erstere sich im kampf gegen den islamismus verrant haben und teils in rassismus abdriften geht es der konferenz im september gerade um eine modernisierung des völkischen old-school rassismus, der spätestens seit rot-grün praktisch vom leistungsrassismus abgelöst wurde. die hoffnung der potenzierten idioten ist nun auf einem antiislamismus-ticket jenen oldschool-rassismus (ethnopluralistisch aufgepeppt) wieder salonfähig zu machen.