böses hamburg II

die rote flora in hamburg wurde heute vormittag ziel eines gewaltsamen übergriffs inc. durchsuchung durch kräfte der hamburger polizei.

die rote flora schreibt dazu:

[…]Auftakt der ganzen Aktion war ein sexistischer Übergriff auf eine Frau, der mehrere Personen zu Hilfe eilten. Diese Einmischung in sich alltäglich abspielenden gewalttätige Übergriffe halten wir für unverzichtbar und vertreten diesen Anspruch auch offensiv in unserem Projekt. Die Polizei reagierte auf diesen Vorfall reflexhaft mit einem Angriff auf Besucher_Innen der Roten Flora und dem Projekt als Ganzen. Wir sehen darin eine Fortsetzung der in dieser Stadt vorherrschenden repressiven Linie gegen die Rote Flora im Speziellen und linken Projekten im Allgemeinen.[…]

die exekutivkräfte des hamburger senates dagegen wollen entweder antisexistisch (schutz der frau, böse autonome befreien angreifer: „Wie ein Polizeisprecher berichtete, waren gegen 5.45 Uhr zunächst zwei Nachtschwärmer gegenüber der „Roten Flora“ in Streit geraten. Der Mann und die Frau attackierten sich mit Reizgas und einem Messer. Als herbeigerufene Beamten den Mann festnahmen, wurden sie den Angaben zufolge von Gästen des Kulturzentrums attackiert. Die Beamten seien mit Steinen und Flaschen beworfen worden und geflüchtet. Offenbar gelang es den Angreifern, den Festgenommenen, der ebenfalls der linken Szene zugeordnet wurde, zu befreien.“[edit: inzwischen neutraler formuliert]) oder antirassistisch (deutscher vs. schwarzafrikaner, böse autonome helfen deutschem) vorgegangen sein (laut pressemeldung). das ist schwarz-grün: an der polizeilichen praxis ändert sich nichts, aber das ganze wird schön verpackt, der polizist wird zum edlen ritter.

(was nichts daran ändert, dass auch ich zuerst dachte hier hätten sich wieder gaaanz mutige krawallmacher mit zuviel alkohol an ihrer persönlichen revolution versucht, um sich dann in die trutzburg, die nicht die ihrige ist, zu flüchten. diese testosteron-überschüssigen sollten beim nächsten mal tatsächlich besser vor verschlossenen türen stehen und nicht mit ihren beschissenen kamikaze-aktionen anderen die party zerstören, aber ausnahmsweise scheint es diesmal ja nicht so gewesen zu sein…)

4 Kommentare


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  1. […] subwave hat sowohl zum ersten als auch zum zweiten Angriff der Hamburger Polizei auf linke Strukturen was geschrieben. Und das sogar lange vor mir. […]

    Pingback von Nächster Angriff « blackone — 6. Juli 2008 @ 16:44

  2. […] Der „exakt neutrale“ Blogger subwave zeigt sich angesichts der Sachlage allerdings beruhigt: was nichts daran ändert, dass auch ich zuerst dachte, hier hätten sich wieder gaaanz mutige krawallmacher mit zuviel alkohol an ihrer persönlichen revolution versucht, um sich dann in die trotzburg, die nicht die ihrige ist, zu flüchten. diese testosteron-überschüssigen sollten beim nächsten mal tatsächlich besser vor verschlossenen türen stehen und nicht mit ihren beschissenen kamikaze-aktionen anderen die party zerstören, aber ausnahmsweise scheint es diesmal ja nicht so gewesen zu sein… […]

    Pingback von Linke Parallelgesellschaften « Oettinger Malz Antifa — 6. Juli 2008 @ 20:10

  3. Scheiß Hamburg, böses Hamburg: Hausdurchsuchung bei FSK Redakteur

    Wie wir bereits berichtet haben, hat es am 11.06. eine Hausdurchsuchung in der Wohnung eines FSK Redakteurs gegeben. Die Hausdurchsuchung wurde aufgrund eines Ermittlungsverfahrens wegen Internetbetruges durchgeführt. Jedoch wurden dabei nicht nur di…

    Trackback von LPG(A) Löwenzahn — 25. Juli 2008 @ 02:40

  4. […] von elser zu subwave, den ich irgendwie noch als hardcore AD im gedächnis hatte. vielleicht war das falsch. vielleicht hat es sich aber auch einfach geändert – das passiert ja manchmal. auf jeden fall bloggt subwave jetzt über hausdurchsuchungen in der roten flora und über punk – genauer über die band schrankaffe. und da schreibt subwave: schrankaffe sind anders. schrankaffe sind hannover 1980, erste assoziationen: hans-a-plast oder bärchen und die milchbubies (u.a. auf dem hervorragenden “jung kaputt spart altersheime”-sampler nachzuhören). aber auch die im myspace-profil als top friends erscheinenden canalterror, [c]otzbrocken und (frühen) toxoplasma passen durchaus als referenz. und es hört sich wirklich gut an! […]

    Pingback von einmal punk bitte | [[[szeneputzen]]] — 7. August 2008 @ 15:36

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