salzwasser schmeckt nicht.

mixed #36

- nichtidentisches - mit dem ich wohl eher selten übereinstimme – hat einen äußerst lesenswerten und angesichts der marginalen beachtung des themas wichtigen artikel über die aktuellen italienschen verhältnisse unter der (post)faschistischen regierung von berlusconi&co verfasst. die revierpinkeleien a la „zona fascista“ die man in italienischen städten überall beobachten kann scheinen relativ zum demokratischen mainstream italiens nicht von bedeutung, es ist egal was die „stiefelnazis“ machen wenn regierung und bevölkerung ernst machen mit der postfaschistischen formierung.

- besserscheitern – blogsympath aus dem nordosten – nutzt langweilige uniseminare zur reflektion über den gegenstandpunkt und seine halbwissenden nachplapperer in der blog(sport)osphäre. die sich angesprochen fühlenden „besserwisser“ versuchen gar nicht erst zu argumentieren, sondern werden ausfällig. wohl von lyzis schon auf linie gebracht.

- autonomen demo in der fantastischen hansestadt. es findet sich alles ein, was sich links und aktionistisch verortet (ich hab ausgeschlafen) – von b5 bis antideutsch – und es kommt wie zu erwarten: die tollwütigen aus dem b5-umfeld können es nicht lassen und müssen mit schaum vor dem mund auf vereinzelte israelfahnen und ihre träger_innen losgehen. anders als 2004 aber kommt es nicht zu schweren körperlichen auseinandersetzungen. der lautsprecherwagen will sich nicht positionieren, der demoanmelder zumindest solidarisiert sich mit den angegriffenen. im nachhinein distanzieren sich auch einige gruppen des bündnisses, dass die demonstration organisiert hat von den angriffen. immerhin: ein fortschritt. wer sich damit nicht zufrieden gibt, kann eine erklärung „zu den vorfällen auf der demonstration am 3. oktober“ unterzeichnen. das intelligenteste zu den vorfällen am 3.10.2008 zu sagen blieb herman l. gremliza auf der podiumsdiskussion „deutschland? nie wieder!“ vorbehalten:

“Jedenfalls muss klar sein, dass jeder, egal aus welchem Motiv das getragen wird, dass jeder der sich dann an dieser Fahne vergeht eine auf’s Maul kriegen muss. So einfach ist das.”

in diesem sinne: solidarität muss praktisch werden.