Gegen Antisemitismus und Tugendterrorismus, nieder mit der Islamischen Republik

Die Charaktermasken des deutschen Kapitals lassen sich von wochenlangen Massenprotesten und brutalster Repression nicht beirren. Am 13. Juli – genau einem Monat nach Beginn der Revolte im Iran – lud die „Deutsch-iranische Handelskammer e.V.“ in Hamburg bereits wieder zum Seminar „Import- und Exportzertifizierung“ für die reibungslose Geschäftsabwicklung mit der Islamischen Republik. Der „Nah- und MittelOst-Verein e.V.“ informiert in seinem Vereinsblatt (Nr. 4, Juli/August 2009) – als wäre seither nichts anderes vorgefallen – stolz über ihre gelungene Jahreskonferenz am 29. Mai, auf der der Berliner Botschafter der Islamischen Republik, Ali Reza Attar, dem selbst Mord und Repression angelastet wird, das „tiefe Vertrauen“ der Iraner „in Deutschland, deutsche Unternehmen und Waren“ beglaubigte. “Iran begrüßt auswärtige Investoren und Unternehmen”, weckte Attar bei dem Publikum krisengetrübte Hoffnungen. Bereits am 27. April 2009 arrangierte der NUMOV in Düsseldorf ein Zusammentreffen des deutschen Exportkapitals mit Industriemanagern aus dem Iran, der umtriebige Botschafter Attar schwärmte anschließend von etwa 200 teilnehmenden deutschen Unternehmen. Ehrenvorsitzender des NUMOV ist Gerhard Schröder, der im Februar 2008 in den Iran reiste, um dort mit Ahmadinejad den „kritischen“ Dialog zu pflegen und zu erklären, dass das Sinnieren über die Shoa – schwankend zwischen Leugnung und Rühmung – schlicht „keinen Sinn“ mache.[…]

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kundgebung // mittwoch // 12.08.2009 // 17h30 // adolphsplatz // hamburg